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NACHRICHTEN

REHBURG-LOCCUM 2030:
WORKSHOP „BILDUNG“ FORDERT GESAMTSCHULE IN LOCCUM

Klares „Ja“ zu einer Gesamtschule in Loccum

Workshop „Bildung“ plädiert für Umwandlung der Haupt- und Realschule Loccum in eine IGS

Rehburg-Loccum, 17. Mai 2008 (as). Kann der Schulstandort Rehburg-Loccum durch die Errichtung einer Gesamtschule langfristig gesichert werden? Rund 40 Bürgerinnen und Bürger diskutierten am vergangenen Samstag im Rahmen des Projekts „Rehburg-Loccum 2030“ diese Frage und beantworteten sie mit einem klaren „Ja“. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Workshops „Bildung“ plädierten einhellig für die Umwandlung der bestehenden Haupt- und Realschule (HRS) in Loccum in eine Integrierte Gesamtschule (IGS), denn dies sei der einzige Weg, die Attraktivität des Schulstandortes Rehburg-Loccum zu erhöhen und damit langfristig zu sichern.

Große Unterstützung fanden sie darin bei der Stadtverwaltung und der Schulleitung. Wie anderenorts auch drohe die Loccumer Hauptschule über kurz oder lang zu einer „Restschule“ auszubluten, schilderte Schulleiter Jürgen Schulz. In den vergangenen Jahren wurden nur noch etwa zwölf Prozent der Viertklässler an der Hauptschule angemeldet – Tendenz sinkend bei ohnehin rückläufigen Schülerzahlen. Die Eltern, so Schulz, fürchten die Stigmatisierung ihrer Kinder als Versager und bezweifeln, dass sie später eine Chance auf dem Arbeitsmarkt hätten. Der Rektor der HRS sieht deshalb in einer Gesamtschule vor allem auch pädagogische und soziale Vorteile, denn durch gemeinsames Lernen bis zur 10. Klasse würde diese Probleme erst gar nicht entstehen.

Auch Bürgermeister Dieter Hüsemann sieht dringenden Handlungsbedarf: „Die Gesamtschule wird als Schulform von den Eltern immer stärker nachgefragt und die Konkurrenz schläft nicht.“ In Stadthagen liege der Gründungsantrag für eine zweite IGS „bereits in der Schublade und wartet nur darauf, dass die geplante Änderung des Schulgesetzes in Kraft tritt.“ Sollte sich Stadthagen dann auch für Schüler offnen, die nicht im Landkreis Schaumburg wohnen, befürchtet Hüsemann eine „Abstimmung mit den Füßen“.

Doch hat Rehburg-Loccum überhaupt eine Chance, die Gründung einer Gesamtschule durchzusetzen? Auch wenn die Hürden des Gesetzgebers nach der Lockerung des Gründungsverbotes immer noch sehr hoch seien, gebe es für die Umwandlung der HRS Loccum in eine IGS durchaus Chancen, die rechtlichen und organisatorischen Voraussetzungen zu erfüllen, erklärte Dr. Dieter Galas, Ministerialdirigent im Kultusminsterium a.D. und ehemalige Leiter der IGS Langenhagen, der im Workshop die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Gründung einer IGS erläuterte. Viel entscheidender, so Galas, sei vielmehr die Frage, ob der Landkreis Nienburg als Schulträger der Gründung einer IGS am südlichen Rand des Kreisgebietes zustimmen würde. Denn nach dem neuen Gesetzentwurf stehe es dem Kreis frei, einer Gründungsinititative zuzustimmen oder sie abzulehnen – selbst wenn der Bedarf nachgewiesen ist. „Hier ist politische Überzeugungsarbeit gefordert!“

Hüsemann bestätigte, dass der Verwaltungsausschuss der Stadt Rehburg-Loccum seit einiger Zeit mit dem Thema befasst sei. Der Workshop empfahl der Stadt, in den politischen Gremien zügig zu einer Entscheidung zu kommen, die von allen Fraktionen unterstützt wird, und das Gespräch mit dem Kreistag zu suchen. Parallel dazu dürfe die Stadt die Möglichkeit nicht außer acht lassen, die Schulträgerschaft für die HRS Loccum / IGS Loccum selbst zu übernehmen.

Nähere Informationen zum Thema „Gesamtschule“ sowie zum Projekt „Rehburg-Loccum 2030“ sind im Internet unter www.rehburg-loccum-2030 abrufbar.

LANDESPARTEITAG AM 21. JUNI 2008

SPD-Chef Garrelt Duin im Amt bestätigt

Hannover, 21. Juni 2008. SPD-Landesvorsitzender Garrelt Duin wurde überzeugend in seinem Amt bestätigt. Der Landesparteitag schenkte dem 41-Jährigen mit 151 Ja-Stimmen (75,9 Prozent) das Vertrauen für weitere zwei Jahre. 40 Delegierte stimmten mit Nein, acht enthielten sich.

Zuvor hatte Duin in einer kämpferischen und sehr entschlossenen Rede, die mehrfach vom Beifall unterbrochen wurde, der Partei den künftigen Kurs vorgegeben. Im Mittelpunkt der politischen Arbeit werden die Themen Bildung, Wirtschaft und Arbeit stehen. Damit werde die SPD Niedersachsen das tiefe Tal verlassen: "Der Aufbruch kann nun beginnen!"

Duin appellierte an alte Tugenden der Sozialdemokratie. Die SPD müsse und werde wieder die „solidarische Mitte“ der Gesellschaft erreichen. Sie sei die Schutzmacht der kleinen Leute. „Diesen Begriff werden wir uns zurückerobern“, sagte Duin. Er definierte die SPD als starke Mitglieder- und Volkspartei und erteilte Bestrebungen, aus ihr einen „amerikanischen Wahlverein zu machen“, eine klare Absage.

Die SPD könne ihre Ziele nur mit einer starken Organisation erreichen. Der Landesparteitag leitete den Weg zu einem stärkeren Landesverband „unumkehrbar“ ein. Dieser Kurs wird von den Vorsitzenden aller vier Parteibezirke unterstützt und in einer gemeinsamen Erklärung dokumentiert.

 

 

 

 

 

 

 

 

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